IM Couzmel – Rennbericht

Wo fange ich an?

Ich bin sehr glücklich! Nicht zufrieden, aber glücklich wieder zurück ins Renen gefunden und das Ziel erreicht zu haben.
Irgendwie stand das Rennen unter keinem besonders guten Stern, die beiden offiziellen Schwimmen wurden aufgrund der Wind- und Strömungsverhältnisse abgesagt und bis Samstag Abend gab es keinen Plan B. Alles lief irgendwie ein wenig chaotisch, beim Bike Check-in konnte niemad wirklich Auskunft geben wo man hin musste.. Ich hab’s mal locker genommen und mir gesagt, dass ist eh alles ein großes Abenteuer, der dritte IM im zweiten Triathlonjahr. Ich hab nach Hawaii recht viel gearbeitet und wenig Zeit für Erholung. Trotzdem lief das Training echt gut und ich hatte mich gefühlt gut erholt. Auch die letzten Einheiten hier liefen noch vielversprechend, das Klima schien mir nicht so große Probleme zu bereiten. So war ich optimistisch gestimmt.

Das Rennen selber:
Wir sollten 3 Minuten nach den Männern ins Rennen geschickt werden und warteten am Strand, als dann der Startschuss für die Männer fiel sind alle plötzlich losgesprintet, ich war ein wenig überrascht, hatte aber perfekte Füße. Doch leider war das falscher „Alarm“, und wir wurden angehalten um auf den offiziellen Start zu warten. Das lief dann leider nicht so gut es war recht schnell eine Lücke gerissen. So habe ich mich alleine über die 3,1 km durchs Meer gearbeitet.

Der Wechsel aufs Rad klappte gut. Bei km 11 habe ich dann die erste Frau gesehen und kurz danach überholt. Insgesamt war ich die ersten beiden Runden komplett alleine unterwegs, bis auf den ein oder anderen Überholvorgang. An sich ist die Strecke nicht besonders schwierig, da komplett flach, aber am Wettkampftag selber stand ordentlich Wind in der Strecke, so dass wir viel gegen den Wind arbeiten mussten, das war auf Dauer schon zermürbend. Als dann zu Beginn der 3. Runde Markus an mir vorbei fuhr hab ich mich schon recht Elend gefüllt, da ich mich auch übergeben musste. Wenig später kam dann eine kleinere Gruppe Profis aufgefahren, die ich auf der 2. Runde überholt hatte… Und wenig später wurden wir von eine, ich würde schätzen 100 Mann starken Truppe geholt. Das ganze war mir dann aber zu riskant, einfach nur hinterher fahren, obwohl schlauer wäre es wohl gewesen. Ich habe die Flucht nach vorne gesucht, nicht intelligent aber wenigstens ehrlich. Ein Problem auf der Radstrecke war auch, dass man nicht an jeder Verpflegungsstelle Flüssigkeit bekommen hat, da die Helfer einfach mal nichts angereicht haben…. So habe ich mir hier wohl ein Flüssigkeitsdefizit eingefangen.

Das Laufen fing dann ganz gut an. Wie geplant bin ich moderat losgelaufen. Recht schnell habe ich dann aber gemerkt dass mich mein Kopf verlässt, immer wider habe ich das Tempo verschärft und bin dann doch immer wieder langsamer geworden. Ich habe viel mit Eis gekühlt, denn es war dann doch recht warm und recht schnell viele Gels zu mir genommen, ich dachte ich hätte ein  Energiedefizit. Dann konnte ich ein zwei Stationen nichts trinken, ich habe mich einfach soooo voll gefühlt, es kam direkt wieder zurück. Auf der dritten Runde war mir dann sehr schwindelig und ich habe beschlossen zu gehen. So habe ich mich von Verpflegungsstelle  zu Verpflegungsstelle vorgekämpft, immer wieder mit  Gehpausen. Insgesamt habe ich in der Zeit sicherlich 1. Liter getrunken, dann war ich endlich wieder in der Lage zu laufen und das sogar richtig gut. Leider hatte ich da ja schon einparken Plätze verloren:-( Als fünfte bin ich auf die Laufstrecke gegangen, als 12. ins Ziel gekommen.

Es war ein Abenteuer und ein Versuch hier noch ein gutes Rennen zu machen. Die Vorbereitung war gut und gerade die Laufform war eher besser als zu Beginn der Saison. Vom Ergebnis bin ich enttäuscht und wir werden noch analysieren müssen woher die Probleme kamen. Aber mit dem Rennen bin ich super glücklich! Ich nehme jede Menge Erfahrung mit aus Cozumel und weiß nun, dass ich mich wieder zurück ins Rennen kämpfen kann. Zwischendurch habe ich gedacht es schaffe es vielleicht noch bis zur Ziellinie, aber keinen Meter weiter, an Ende hätte der Marathon gerne noch länger sein können 😉

Nun ist Zeit für eine Pause, gerade passend für die Plätzchen zur Adventszeit 🙂

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