Kona 2014 – von aussen betrachtet

Inzwischen sind wahrscheinlich alle Athleten in Kona auf Big Island angekommen. Einige sind schon ein paar Wochen, andere erst ein paar Tage hier und genießen die warmen Temperaturen Hawaiis. An die muss man sich allerdings nach den zuletzt schon kälteren Temperaturen in Deutschland erst einmal wieder gewöhnen. Die Einheimischen berichten, dass es der heißeste Oktober seit Jahren ist.
Viel sollte in den letzten beiden Wochen nicht mehr trainiert werden aber nur in der Sonne liegen wäre auch nicht gut, die richtige Mischung macht es. Nicht nur morgens, wenn es noch angenehm (warm) ist trifft man viele Sportler, eigentlich den ganzen Tag über sieht man Triathleten überall. Sei es am Dig me Beach, wo der Start am 11. Oktober stattfindet, auch in der brütenden Mittagshitze sieht man sie auf dem Rad entlang des Queen K Highways oder laufend auf dem Ali’i Drive. Hier trainieren Profis mitten unter den vielen Altersklassenathleten.
In der letzten Woche vor dem eigentlichen Höhepunkt läuft der Countdown, eingeläutet vom Ironman Testschwimmen auf der Originalwettkampfstrecke mit Zeitmessung, gefolgt vom 5 – oder 10 km Lauf am Sonntag. Die Stimmung steigt von Tag zu Tag und damit auch die Vorfreude, vielleicht auch Anspannung. Überall werden Plakate angebracht, Fahnen gehisst, die Menüs in den Restaurant werden um „Ironman-Gerichte“ ergänzt und von Tag zu Tag werden es mehr Athleten auf den Strassen.
Die Athletenregistrierung beginnt ab Dienstag, dann wird die Rennwoche offiziell mit der Parade der Nationen eröffnet, gefolgt vom legendären Underpants-Run am Donnerstag. Mit den Regeln und Strecken, sofern nicht eh schon vorher geschehen, werden die Sportler auf den Wettkampfbesprechungen vertraut gemacht. Wenn dann am Freitag die Räder in die Wechselzone gebracht werden ist fast der ersehnte Augenblick da, nur noch wenige Stunden – meistens schlaflose Stunden – werden bis zum Startschuss vergehen. Dann ist der Tag da auf den so viele so lange hintrainiert haben und auch auf vieles neben dem Sport verzichtet haben. Dieser Tag – auch wenn er viel Kraft kosten und nicht einfach sein wird – ist der Lohn für das letzte Jahr. Und wenn man morgens einen Blick in die Gesichter wirft, dann wird da bei einigen ein breites Grinsen, ein Lachen zu finden sein, bei den meisten aber dominiert die Anspannung.

Ich bin dieses Jahr (leider) nicht aktiv dabei, zumindest nicht als Starterin, aber dennoch hab‘ ich hier nicht nur auf der faulen Haut gelegen, auch wenn für mich nach dem IM Mallorca schon die Off-Season begonnen hat. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge bin ich hierher angereist. Ich freue mich darauf Chris vor und während des Rennens zu unterstützen! Je näher aber der große Tag rückt desto häufiger muss ich mir ein Tränchen verdrücken, dass es für mich in meinem ersten Jahr als Pro nicht gereicht hat… Morgens genieße ich es im Meer mit den vielen kleinen bunten Fischen zu schwimmen. Danach wird dann erst mal gemütlich gefrühstückt und Kaffee getrunken, natürlich nach der obligatorischen Chocolate Milk. Mit Chris zusammen mache ich dann noch die ein oder andere Rad- und Laufeinheit. Und ich habe es mir nicht nehmen lassen dieses Jahr beim Testschwimmen und dem Path Run mitzumachen 
Heute allerdings habe ich eine Einheit nur für mich und meinen Kopf gemacht. Ich habe mich zum Energy Lab fahren lassen und bin den Weg nach Kona zurück gelaufen, die letzten Kilometer im Marathon, die mir letztes Jahr so unendlich schwer gefallen sind. Und ich habe festgestellt, die sind gar nicht so schlimm 

Ein paar andere Ecken von der Insel haben wir auch schon gesehen und weitere Entdeckungen werden wir dann nach dem großen Renntag machen.
Jetzt heißt es Daumen drücken für Chris!

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