IM 70.3 South Africa – Geglückter Versuch mit Hindernissen

Warum ich jetzt schon in die Saison gestartet bin, was mein Ziel ist und wie ich meinen Traum weiter lebe erfahrt ihr in diesem Bericht, der wahrscheinlich etwas länger werden wird 😉

Fazit: Der Versuch mit einem frühen Rennen in die Saison zu starten ist geglückt , herausgekommen ist ein 2. Platz beim Ironman 70.3 South Africa, mein bisher bestes Ergebnis bei einem IM 70.3.

Nach einer verdienten Pause, die zugegeber Maßen doch wieder kürzer ausgefallen ist als geplant – so viel zu geduldig sein 😉 – bin ich zunächst ganz locker und ohne Plan wieder ins Training eingestiegen. Hierbei lag der Fokus auf Kraft- , Stabi- und Schwimmtraining. Nach zwei Wochen lockerem Training und vielen Schwimmkilometern bin ich dann wieder strukturiert ins Training eingestiegen. Wer mich ein wenig kennt, kennt meinen Ehrgeiz 😉 Und so habe ich für mich eine Lösung gesucht wie ich meine Saisonvorbereitung verbessern kann, denn ich schaffe es einfach nicht mehrere Wochen oder mehrmals im Jahr ins Trainingslager zu fahren. Schnell habe ich eine, wie ich jetzt auch weiss für mich perfekt funktionierende Lösung gefunden: Der Formaufbau begann mit Höhentraining in der Höhenfitness-Euregio. Schon vorher hatte ich für mich den Entschluss gefasst einen frühen Trainingswettkampf im Halbdistanzformat zu machen. Hier kamen viele neue Aspekte zusammen: 1.  bin ich noch nie so früh in die Saison gestartet, 2. noch nie ohne vorher ein Trainingslager gemacht zu haben und 3. habe ich vorher auch noch kein Höhentraining gemacht.

Der Formaufbau lief super! Ich bin stabil und schnell geschwommen wie schon seit Jahren nicht mehr, die Radform ist stetig gestiegen und Laufintervalle bin ich gelaufen wie sonst im Sommer…bis eine hartnäckige Erkältung meinen schön gestrickten Plan durchkreuzt hat. Trotz nur 8 Wochen Vorbereitungszeit, die ich komplett in Deutschland und was das Radfahren betrifft komplett auf der Rolle durchgeführt habe, habe ich mich von Woche zu Woche mehr auf den Wettkampf gefreut! In der kurzen Vorbereitungszeit war jeder Tag wichtig, sowohl Trainingstage als auch Erholungstage, und einige davon haben nun leider gefehlt.

In East London angekommen kam mir mir zunächst wie die einzige Triathletin dort vor. Wie sollte ich hier auf dem Rad trainieren? Glücklicher Weise habe ich einen tollen Freund kennengelernt, der mich auf all meinen Trainingsausfahrten mit dem Motorrad begleitet hat, Thank you Gordon!!!!! So bin ich in der Woche vor dem Wettkampf das erste Mal mit dem Neuen Cervelo P5 auf der Strasse gefahren! Das Gefühl wieder draussen in der Sonne Rad zu fahren ist einfach unbeschreiblich! Also, wenn ich könnte würde ich gerne die Rolle gegen die Sonne eintauschen 😉 Die Form war ich gut, die Vorfreude stieg! Allerdings waren die Temperaturen noch etwas gewöhnungsbedürftig für mein Kreislaufsystem.

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Endlich war de Renntag gekommen. Das Probeschwimmen im Indischen Ozean am Tag vorher war super und so bin ich auch der ersten Disziplin mit Vorfreude entgegengetreten. Bis 1200m soweit auch alles ok. Ich habe zwar die Gruppe verloren, lag aber noch nicht all zu weit entfernt. Doch auf dem Rückweg hat mich die Strömung immer weiter von meinen Kurs entlang der Bojen abgebracht, meine Versuche zurück auf Kurs zu kommen scheiterten klaglos. Dennoch kämpfte ich tapfer weiter und bin so leider einen riesigen Umweg geschwommen.

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Ich bin es ja gewohnt das Feld von hinten aufzurollen und so ging es trotzdem frohen Mutes aufs Rad. Schon beim Schwimmen hatte es angefangen zu regnen und ehrlich gesagt genoss ich das kühle Nass auf dem Rad und hoffte es würde noch lange anhalten. Leider ist mir nach wenigen Metern das Visier meines Helmes abgefallen (ich weiss immer noch nicht wieso) doch das hat mich überhaupt nicht beeinträchtigt. Bis zum Wendepunkt stiegt die Radstrecke stetig an, mit einigen Hügeln und wie es das Wetter so wollte auch mit Gegenwind. Ich konnte und bin genau nach dem Plan gefahren, den wir uns vorher zurechtgelegt hatten und konnte mich so von Platz 6 in T1 auf Platz 3 am Wendepunkt vorarbeiten. Hier merkte ich dass ich noch einiges übrig hatte im Tank und habe getreten was ich konnte und somit zum ersten Mal eine im Rennverlauf ansteigende Wattkurve hingezaubert 🙂 – Plan erfüllt in Watt und Zeit! Jodie ist an diesem Tag einfach unfassbar stark gewesen!!! So ging es dann auf Platz 2 liegend auf die Laufstrecke, wissend, das Jodie schon weit voraus ist, ich nach hinten aber auch einen guten Puffer habe, bin ich die 1. Runde planmäßig angelaufen. Pünktlich zur dritten Disziplin kam die Sonne heraus und hat die ohnehin schon anspruchsvolle Laufstrecke mit einigen Höhenmetern noch etwas würdevoller gemacht.

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Durch die Wendepunkte wusste ich auch ohne Betreuung wo sich meine Konkurrentinnen befanden. So war Ende 1., Anfang 2. Runde klar, dass nach vorne nichts mehr zu holen war und ich „nur“ noch den 2. Platz absichern musste. Das viel mir dann zum Glück auch relativ leicht und ich konnte den Zieleinlauf genießen und mich über mein bisher bestes IM 70.3-Resultat freuen (was die Platzierung betrifft).

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In Sachen Trainingsplanung und Saisonaufbau ist also alles aufgegangen 🙂 und mit den Ergebnissen und Erkenntnissen aus dem Wettkampf können wir jetzt den weiteren Aufbau noch besser planen.

Zur „Belohnung“ darf ich jetzt ein paar Tage faulenzen, wobei Beine hochlegen für mich eher eine Strafe bedeutet, aber ich weiss wie wichtig das für meine weitere Saison ist. Aber keine Sorge, zu viel Ruhe kehrt nicht ein, denn kaum dass ich wieder in Deutschland bin arbeite ich auch schon wieder.

Vielen Dank für die Unterstützung und das Vertrauen meiner Partner und Sponsoren:

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Ein gaaaanz dickes Dankeschön an Christian und meine Familie, Freunde und Trainingskameraden! Danke Waltraud und Frank dass ihr mich unter eure Fittiche genommen habt! Danke Gordon für die treue Begleitung, Paul K. für das besondere Feeling und Paul W. für die tolle Organisation!

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