Was das erste Trimester so mit sich bringt…

Bist du noch müde oder schläfst du schon? So in etwas habe ich mich jeden Tag gefühlt. Dass ich mir das anders vorgestellt habe könnt ihr euch sicherlich denken. Man kennt ja auch meistens nur die guten und tollen Geschichten, dass die Sportlerinnen anfangs gar nciht gemerkt haben dass sie schwanger sind, normal oder mehr und besser denn ja trainiert haben und sogar neue Rekorde und ungalubliche Siege errungen haben. Bei mir lief das etwas anders und damit musste ich dann erst mal zurecht kommen. Da lag mir der Satz nahe, den ich schon so oft meinen Patienten und Sportlern mit auf den Weg gegeben habe: „Jeder Mensch ist anders und vieles ist normal.“

Aber zurück zum Anfang: „Bist du noch müde oder schläfst du schon?“

So in etwa habe ich mich ab Woche vier oder fünf gefühlt. Anfangs war ich noch fit, ich hatte meinen Trainigsplan und konnte gut Form aufbauen, dann kam, wie schon so oft über den Winter eine nächste Erkältung und ich konnte erst mal wieder keinen Sport machen. Als ich dann wieder anfing zu trainieren war alles irgendwie anders als vorher, trotz nur einwöchiger Pause. Das Laufen fiel mir irrsinnig schwer. So habe ich mich noch nie zuvor gefühlt. Mein Körper war einfach schwer, ließ sich nicht auf Touren bringen, ein Tempo von 6min/km bekam ich normalerweise nur gehend hin, jetzt lief ich es, und trotzdem war ich außer Puste. So lief ich eher schleichend als fliegend doch immerhin 120 km in Woche 4. aber woher kam dieser plötzliche Leistungseinbruch? Da mir das alles nicht so ganz normal vorkam und ich mich schon gefragt habe ob ich mir evtl. EBV eingefangen oder die Erkältung verschleppt habe, wollte ich das näher abklären lassen. Freitags auf dem Weg nach Hause überkam mich dann aber ein Heißhunger auf Süsses, den ich so gar nicht von mir kenne, und so beschloss ich zunächst mal einen anderen Test zu machen. Und siehe da, der war positiv 😉

Knapp eine Woche später bemerkte ich schon wieder erste Erkältungssymptome und fuhr das Training direkt wieder zurück. Leider war es diesmal eine sehr hartnäckige Erkältung und zu allem Übel entwickelte ich noch eine Kieferhöhlenentzündung. Alles in allem kam ich diesmal auf mehr als drei Wochen am Stück ohne Sport. Die ersten beiden Wochen war mir auch gar nicht danach mich großartig zu bewegen, ich war einfach schon froh meine Wege im Alltag einigermaßen zurücklegen zu können und 2-3 Mal am Tag einen Spaziergang zu machen. Ab der dritten Woche ging es langsam wieder bergauf und ich konnte auch wieder weniger schnaufend gehen.

Bei mir machte sich die Schwangerschaft eben in der deutlich erhöhten Infektanfälligkeit und in einem deutlichen Leistungsknick in den ersten Wochen bemerkbar. Hinzu kam eine unglaubliche Müdigkeit. Ich hätte einfach Tag und Nacht schlafen können.

Ob das besser wurde und wie ich wieder ins Training gefunden habe könnt ihr beim nächsten Mal lesen.

Eure Astrid

 

Big news – Andere Umstände

Die Rennsaison ist inzwischen schon in vollem Gang und einige Rennen habe ich diese Saison schon verpasst und bei manch anderem werdet ihr mich sicherlich an der Startlinie vermissen. Doch dieses Jahr stehen keine Zahlen, Zeiten und Siege im Fokus und die geplante Rückkehr ins Triathlonmekka nach Roth muss ein Jahr länger warten. Denn dieses Jahr liegt der Fokus darauf fit und gesund zu bleiben. Ich passe ab jetzt doppelt auf, denn ich darf euch die tollen Neuigkeiten mitteilen, dass Chris und ich unser erstes Kind erwarten. Schon die Zeit bis jetzt war sehr spannend und wir sind gespannt was noch auf uns wartet. Ich kann euch verraten, nach Plan funktioniert nichts mehr. Wenn euch das neugierig macht dann schaut gerne mal öfter in nächster Zeit vorbei, ich versuche, so gut es geht, euch an meiner Erfahrung teilhaben zu lassen.

In den letzten Jahren schon haben wir uns ein Kind gewünscht, jetzt ist es endlich soweit. Manchmal muss man eben im Leben etwas ändern. Bei mir war es mein Job in der Klink. Der Stress durch den Schichtdienst war einfach zu viel für Körper und Seele. Das habe ich zwar schon während dessen ich dort noch gearbeitet habe gemerkt, aber wirklich bewusst wurde es mir erst nach meinem Wechsel in die Praxis. Ich fühlte mich wie neugeborenen! Auch das Training lässt sich viel besser planen.

Na gut, zugegebener Maßen waren die Monate davor ein kleines Auf und Ab denn durch den Wechsel an die Front der Infekte habe ich mir auch ein zwei Erkältungen mehr als sonst eingefangen, die mich dann auch im Trainingsaufbau behindert haben. Aber alles in allem lief es sehr gut. Ende 2017 hatte ich eine herausragende Laufform, die ich auch über die Pause irgendwie konservieren konnte, so lief es sich entspannt und schnell. Die Kraft auf dem Rad kam auch viel schneller zurück als gedacht und beim Schwimmen war mein Ausgangsniveau ein anderes und höheres als in den Jahren zuvor. Die letzten beiden harten Jahre machten sich wohl ausbezahlt. Und da ich meine großen Rennen nicht vor Mitte 2018 angehen würde, blieb mir noch jede Menge Zeit für einen guten Formaufbau und auch die eine oder andere nicht geplante Pause, die zwar für den Kopf schmerzlich ist, würde dem Körper sicherlich gut tun.

Die neue Lebensenergie war im März plötzlich wie weggeblasen. Ich hatte zwar gerade einen kleinen Infekt durchgemacht, aber nichts wildes und auch ein paar Tage mit der Wiederaufnahme des normalen Trainingsalltags gewartet. Doch als ich wieder die Laufschuhe schnürte, ging plötzlich gar nichts mehr. Mein normales Wohlfühltempo von 4:50min/km war Lichtjahre entfernt. Mit Mühe und Not schaffte ich mal 5:20min/km, pendelte aber eher so bei 5:40-6:00min/km herum und dabei raste mein Puls und ich keuchte als wenn ich gerade Intervalle über der Schwelle laufen würde, sobald ich auch nur versuchte „normal“ zu laufen. Ansonsten war alles wie immer, ich fühlte mich fit und liebte meinen Kaffee, von dem ich in der Woche (Fortbildungswoche in Köln) auch relativ viel getrunken habe. Also beschloss ich erst mal langsam zu machen, da ich mich ja ansonsten rundum pudelwohl fühlte. (Meinen Sportlern hätte ich sofort zu einer Untersuchung geraten!) Meistens lief ich schon morgens vor dem ersten Seminar eine Runde und dann nochmal in der Mittagspause, oft auch zusammen mit anderen aus der Fortbildungsgruppe, daher kam das langsamerer Tempo gerade passend. So kamen insgesamt 120km in der Woche zusammen. Als das schleppende Tempo sich aber die ganze Woche nicht veränderte, und ich dann freitags auf dem Weg nach Hause, obwohl ich vorher gut gegessen hatte, auch noch Heißhunger auf Süsses bekam (was für mich super untypisch ist, da ich weder Schokolade, noch Kekse oder Weingummi esse) war für mich relativ klar, bevor ich zum Arzt gehe und mir ein EKG schreiben und Blut abnehmen lasse hole ich einen Schwangerschaftstest. Und siehe da, er war positiv 🙂

So läuft es sich auch langsam deutlich glücklicher. Es war mir von nun an egal wie schnell oder langsam ich unterwegs war, sondern ich habe auf mein Gefühl, meine Atmung und meinen Puls gehört.Damit lag ich gar nicht schlecht. Auch der Ruhepuls lag im übrigen 20 Schläge höher als normal. Der Lieblingsspruch von Chris in der Zeit war: „Keiner kann es besser als die Dampflok…“. da könnt ihr euch vorstellen wie ich mich anhörte und das bei 6:00min/km. Aber solange ich laufen konnte ging es mir gut.

Die Glückswelle bekam dann relativ schnell eine Delle, denn wohl durch die vermehrte Schleimbildung aufgrund der hormonellen Umstellung plus etwas Schnupfen, hat sich bei mir eine Sinusitis (Kieferhöhlenentzündung) entwickelt. Die hat sich als sehr hartnäckig herausgestellt und ich konnte mehr als 3 volle Wochen keinerlei Sport machen. Jeder Versuch zu Joggen wurde durch einen Schmerz in der Kieferhöhle quittiert und da bin selbst ich super vernünftig und lasse es lieber bleiben, gerade wo ich zusätzliche Verantwortung trage.

Natürlich ist man noch etwas vorsichtiger wenn man weiß dass in einem ein neues Leben entsteht, aber mir war auch plötzlich überhaupt nicht nach körperlicher Bewegung. Und wer mich etwas näher kennt, der weiß wie es mir gegangen sein muss. Freiwillig pausiere ich nie. Tägliche moderate Bewegung stand trotzdem auf der Tagesordnung, denn der Hund wollte ja auch regelmäßig raus. Die Spaziergänge, übrigens anfangs sehr langsame Spaziergänge (Chris hat sich gefreut!),  waren ein ganz guter Indikator für meinen aktuellen Fitnesszustand. Und ich kann euch sagen, da war nicht viel Fitness übrig. Die Dampflok hörte man nun selbst beim Spazierengehen vor allem bergauf. Das scheint kein seltenes Phänomen zu sein und wohl eher die Ausnahme dass man zwischen er 3./4. und 10.-12.SSW Höchstleistungen vollbringen kann. Jedenfalls konnte ich mir nun überhaupt nicht mehr vorstellen jemals wieder fit zu werden und das wo ich mir doch vorgenommen hatte so lange wie möglich ganz normal weiter zu trainieren. Der Hunger war natürlich trotzdem groß und so habe ich in 4 Wochen muntere 2 kg zugenommen.

Als es mir dann endlich wieder besser ging und die Lust auf Sport zurück kam lagen also mehr als 3 Wochen ohne Laufen, 5 Wochen ohne Rad und 8 Wochen ohne Schwimmen hinter mir. Quasi eine ordentliche Off-Season. Ab nun ging es zum Glück wieder bergauf und ja, es lief sich auch wieder einfacher bergauf. Beim Laufen hab ich mich bisher am wohlsten gefühlt, Radfahren war auch okay, wobei ich Rollentraining aufgrund des weniger großen Risikos bevorzuge. Seltsamerweise hatte Schwimmen für mich die größte Hürde und irgendwie wohl zurecht. Als ich meinen Schweinehund endlich überwunden habe und wieder den Weg ins Schwimmbad gefunden habe, hatte ich das Gefühl unter zu gehen. Als Schwimmen konnte man das wahrlich nicht bezeichnen. Jeder kennt ja das Gefühl nach einer Pause wieder in Wasser zu springen, und ich hatte auch nicht erwartet dass ich gleich wieder die Form von vorher haben würde, aber es lagen Welten zwischen dem wie sich Schwimmen normaler Weise anfühlt und was ich nun fühlte. Ich kann euch sagen, das nächste Mal wieder zum Training zu fahren hat mich mindesten genauso viel Überwindung gekostet. Glücklicherweise hat sich das schon wieder mehr nach Schwimmen angefühlt, so dass ich ab der 11. SSW, wieder ein strukturiertes Training hatte. Natürlich weniger viel und weniger intensiv als vorher. 5-6 Mal in der Woche war ich 45-90min Laufen, 2-3 Mal 45-75 min Radfahren uns 1-2 Mal 1 Stunde Schwimmen. Dafür bleibt mehr Zeit für triworx-coaching.com und unsere Sportler. Das Choachen hat übrigens für mich den Vorteil trotz Wettkampfpause immer wieder Wettampffeeling zu haben 🙂

Wie es ab er 12. Woche weitergingt könnt ihr etwas zeitnaher miterleben oder im nächsten Blog über das 2. Trimester lesen.

Ich bin gespannt was ihr so für Erfahrungen macht und hoffe meine Schilderung hilft euch ein wenig. Ab jetzt gibt es häufiger mal ein Update, vor allem was sich verändert.

Eure Astrid

 

 

 

Muffins black & white

Aufgrund mehrfacher Nachfragen hier mein Rezept:

Was ihr braucht:
2-3 reife Bananen
2 Eier (für die vegane Variant Leinsamen)
100g Sesampaste (Tahini)
4-5 EL Ahornsirup
etwas Salz
1TL Vanilleextrakt oder 2 gehäufte Messlöffel Amsport Highprotein Vanilla
170g Dinkelmehl (wenn ihr Vanille-Proteinpulver nehmt, 20g weniger Mehl)
30g Kokosmehl
1 TL Backpulver
2EL Backkakao
100ml Mandelmilch oder Haferdrink

 

  1. Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Muffinsblech- oder Formen mit Formen auskleiden oder einfetten.
  2. Bananen in einer Schüssel zerdrücken, Tahini, Ahornsirup, Vanilleextrakt und Salz dazugeben und cremig rühren. Ein Ei nach dem andern unterrühren und weiterrühren, bis die Masse heller ist.
  3. Mehl, Proteinpulver und Backpulver mischen, unter die Masse rühren. 3/4 der Milch darunterrühren. Den Teig in 2 Portionen teilen. Kakaopulver und die restliche Milch unter eine Teighälfe rühren.
  4. 1 EL des hellen Teigs in die Muffinsförmchen geben, dann 1 EL des dunklen Teigs darauf verteilen. Mit einer Gabel spiralförmig durch den Teig ziehen.
  5. Die Muffins im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene für ca. 20 – 25 Minuten goldbraun backen.
Viel Spaß beim Backen und lasst es euch schmecken!
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Laufen wie auf Wolken – Meine Erfahrung mit dem ASICS Gel-Nimbus 20

Um ehrlich zu sein, waren mieten Gefühle beim auspacken des Pakets etwas zweigespalten. Zum einen war ich wie immer wenn ich ein Paket auspacke natürlich sehr gespannt, dann sah ich die Farbe und war geflachst, genau das richtige für die letzten tristen Wintertage und um den Frühling einzuläuten. Aber der Schuh, naja der hat mich jetzt nicht gerade umgehauen. Dazu müsst ihr wissen dass ich normalerweise deutlich leichtere und agilere Schuhe laufe und mit weniger Sprengung (wie z.B. Dynaflyte, DS Trainer). 10 mm und 250 g sind da schon ne Ansage. Aber nun ja, probieren kann ich ja mal mal. Gedacht getan und es lief sich gar nicht so schlecht. Ein bisschen Gewöhnung war es schon für mich, fühlten sich die ersten Meter ein wenig an als hätte ich Klötze an den Füßen. Doch das Gefühl war schnell vergessen. Bis ich den Nimbus zum ersten Mal gelaufen bin hat es allerdings ein paar Tage gedauert, draussen war ja alles nass und matschig und dieses knallige Gelb wollte ich nicht direkt beim ersten Lauf vergrauen. Doch nachdem der erste Lauf getan war folgten rasch die nächsten im Nimbus. Er hat mich überzeugt und ich ziehe ihn gerne an, denn es läuft sich wirklich wie auf Wolken, einfach bequem und trotzdem noch mit genügend Gefühl. Auch wenn das also min erster Nimbus ist, und dass wo dieses Jahr das 20-jährige Jubiläum gefeiert wird, wird es sicherlich nicht mein letzter sein. Meine Wahl für lange Dauerläufe oder slow easy jogs.

Vorteile aus meiner Sicht:
– neutrale Pronation
– direktes Laufgefühl
– bequeme Passform, auch auf langen Läufen drückt nix
– sehr gute Dämpfung

Für mich der einzige Nachteil:
– das knallige gelb, das nicht lange gelb blieb 😉

Aber es gibt ihn ja auch in anderen Farben….

Bis gleich beim Laufen eure Astrid

 

Neue Saison, neue Planung

Die meisten meiner Sponsoren bleiben mir auch in dieser Saison treu, vielen Dank dafür! Andere wollen meinen Weg nicht weiter mit mir gehen, das finde ich schade, aber manche Wege trennen sich.

Ich bleibe treu, dem Sport und meinen Partnern. Nach den letzten beiden, für mich sehr anstrengenden Jahren, sowohl physisch als auch psychisch, vor allem durch die Doppelbelastung meiner Arbeit als Kinderärztin und Sportlerin, brauche ich eine aktive Pause. Daher ist mein Kalender nicht ganz so gefüllt wie die letzten Jahre. Kaum dass ich das so geplant hatte hat mich in diesem Winter auch eine Erkältung nach der anderen erwischt, zuletzt noch eine sehr hartnäckige Nasennebenhöhlenentzündung.  Daher wird der Saisonstart anders ausfallen als ursprünglich geplant und erst frühestens Ende Mai, wahrscheinlich aber sogar erst im Juni sein.

Meine Kräfte kehren Gerase wieder zurück in meinen Körper und das ist ein wahnsinnig tolles Gefühl, zu spüren wie Sport und Training sich positiv auf deinen Körper und deinen Geist auswirkt. Ich kann auch die kleinen Alltagsprobleme auf einmal wieder viel gelassener nehmen! Ist euch das auch schon mal aufgefallen? Was macht Sport mit eurem Körper, was bewirkt er und bedeutet er für euch?

 

Eure Astrid

Mal was Neues probieren…

…traut euch doch mal hin und wieder etwas Neues zu probieren. Egal was! Ich zum Beispiel habe heute direkt zu zwei für mich neuen Salaten gegriffen. Das war nahezu eine Geschmacksexplosion, aber auf eine positive Art!

Erkennt ihr was es heute in meine Salatschüssel geschafft hat?

 

 

 

 

Es gab Chicorée, Puntarelle und Postelein getoppt mit Pinienkernen.

Chicorée kennt der eine oder ander bestimmt, die anderen beiden Salate bzw. Gemüse sind eher weniger weit verbreitet. Ja, man kann sie sowohl als Salat, also roh zubereiten als auch kochen. Ich hatte heute Lust auf etwas Frisches und habe mich für Salat entschieden. Ich erzähl euch noch kurz etwas zu den einzelenen Salaten:

Chicorée: Man kann ihn roh genießen oder die Blätter dünsten oder braten, oder auch als Zutat von Currys oder Wok-Gerichten verwenden. Mit 13kcal/100g ist er sehr kalorienarm, schmeckt allerdings recht bitter. Das mag nicht jeder. Intybin, so heisst der Bitterstoff, hat aber die tolle Eigenschaft, dass er unseren Stoffwechsel zur Arbeit antreibt, genauso wie die Fettverbrennung. Außerdem sollen die Bitterstoffe auch die Sekretproduktion in den Gallengängen und Bauchspeicheldrüse anregen und somit den Choesterinspiegel senken. Es enthält außerdem jede Menge Kalium, Phosphor, Kalzium und Vitamin A. In Chicorée  steckt auch der Stoff Inulin. Dieser ist günstig für die Darmflora (selektive Anreicherung von Bifidobakterien) und stärkt das Immunsystem.

Postelein oder Gewöhnliches Tellerkraut: Auch in diesem Salat steckt jede Menge Energie (nicht in Form von Kalorein): Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Eisen. Es ist ein typischer Wintersalat, da die Samen erst bei Temperaturen unter 12°C keimen. Man kann Blätter, Stengel und Blüten verzehren. Jung schmecken die Blätter ähnlich dem Feldsalat, gekocht ähnlich wie Spinat.

Puntarelle: Ist eine Varieante des Chicorée, schmeckt entsprechend auch leicht bitter. Wenn man die Blätter länger in Wasser legt kann man den bitteren Geschmack etwas mildern.  Sie schmeckt roh als Salat, hierzu kann man die Blätter und die Herzen verwenden, als auch gekocht.

Und, seid ihr neugiereig geworden? Haltet doch mal beim Einkaufen die Augen offen und probiert mal etwas Neues!

Mein Rezept: 1 Chicorée in Streifen schneiden, 1 Puntarelle waschen, Herzen aus der Knolle schneiden, Blätter klein schneiden, Posteinsalat waschen. Alles in eine Schüssel geben. Nach Belieben mit Dressing servieren. Als Topping dazu passen sehr gut geröstete Pinienkerne oder Walnüsse.

Guten Appetit und bleibt gesund!

Ziele setzen und erreichen – Wieviel Perfektionismus ist zu viel?

Perfektionismus kann ein Vorteil, aber auch ein Nachteil sein. Wenn man zu perfektionistisch ist, dann führt dies insbesondere in Wettkämpfen oft zu Problemen, da man nicht alle Variablen (z.B. das Wetter, Wassertemperatur, Konkurrenten, Tagesform) kontrollieren kann.

Es KANN nicht IMMER ALLES perfekt sein. Das muss man akzeptieren und das beste daraus machen. Manchen Gegebenheiten muss man sich anpassen, wenn man das nicht kann verliert man hierdurch ggf. einen Wettkampf.

Im Sport kann Zielsetzung und Perfektionismus von Vor- und Nachteil sein:

Vorteile z.B sind:

• Hohe Motivation und innerer Antrieb zu gewinnen und sein Ziel zu erreichen.

• Starke Arbeitsmoral, die den inneren Antrieb unterstützt.

• Zielstrebig, stets darauf bedacht Ziele zu erreichen und sich zu verbessern.

• Auch im Training hochmotiviert zu sein jede Einheit durchzuziehen.

• Fähigkeit das Training und Trainingsfortschritte zu analysieren um sich zu verbessern.      

Nachteile widerum sind:

• Ergebnisorientiertes Denken (Sieg, einen bestimmten Platz erreichen, eine bestimmte Zielzeit) anstatt prozessorientiertem Denken (Herzfrequenzzielwerte, Anstrengungsgrad, Verpflegungsstrategie).

• Zu viel Nervosität und Anspannung im Wettkampf.

• Zu sehr im Trainingsmodus, kein Vertrauen auf gute Leistung im Wettkampf.

• Zu genaue Vorstellung/Erwartung vom Wettkampf.

• Wenig Vertrauen/Selbstbewusstsein im Wettkampf.

• Starker Wille sein Ziel zu erreichen, oft Hindernis weil es zu viel Anspannung und Verspannung führt

• Zu viel daran denken was andere über einen denken.

Bin ich zu perfektionistisch? Wenn du folgende Fragen mit JA beantwortest solltest du etwas ändern:

1. Sind Deine Leistungen generell im Training besser als im Wettkampf?

2. Willst Du den perfekten Wettkampf abliefern?

3. Willst Du so sehr gewinnen dass Du total verspannst?

4. Denkst Du darüber nach was andere denken?

5. Teilt Du Deine Leistungen in GUT und SCHLECHT ein?

6. Bist Du schnell frustriert wenn Du Deine Ziele nicht sofort erreichst?

7. Fällt es Dir schwer befreit und mit Selbstvertrauen in einen Wettkampf zu gehen?

Aus der Sportpsychologie gibt es eine schöne graphische Darstellugn wie sich Anspannung zu Leistung verhält. Je mehr man von sich erwartet desto höher ist der Druck den man sich selber macht und desto höher wird die Anspannung. Ein gewisser Grad an Anspannung und Nervosität ist förderlich:

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(Zimbardo & Gerrig, Pearson Studium 2004)

ABER: Wie kann man seine Wettkampf-Einstellung ändern?

Folgende Strategien helfen Dir Deinen Perfektionismus zu überwinden und trotzdem Deine Ziele zu erreichen:

Trainiere Dein Selbstvertauen so dass Du Dich auch am Wettkampftag stark fühlst. Also stelle Dich auch im Training ab und an Herausforderungen die nicht machbar erscheinen und manchmal auch nicht machbar sind.  Bei bestimmten Intervallen stelle Dir die Wettkampfsituation vor und tue so, als sei das ein Teil von Deinem Wettkampf.

Erlaube Dir gorße Hürden zu nehmen und Heruasforderungen anzunehmen. Auch ein Wettkampf entwickelt sich, es treten Veränderungen ein. Sei darauf gefasst mit anderen Bedingungen, als Du erwartest hast, konfrontiert zu werden, z.B. technische Defekte, Witterungsänderungen. Aber schaue nach vorne und fokussiere auf Dein Hier und Jetzt und nicht auf das was war.

Sei effektiv und nicht perfekt. Fokussiere nicht so sehr darauf Dich zu verbessern um beim nächsten Wettkampf besser zu sein, fokussiere darauf heute eine gute Leistung zu zeigen. Wende Deine Gedanken weg davon alles perfekt und korrekt auszuführen hin dazu es überhaupt zu erledigen. Benutze die Fähigkeiten die Du Dir bereits erarbeitet hast. Arbeite kontinuierlich und entspannt, nicht verspannt.

Bewerte Deine Leistung im Wettkampf objektiv. Sei nicht zu selbstkritisch und beschäftige Dich nicht zu lange mit dem was schlecht war. Sei objektiver. Fokussiere darauf was gut war. Dann wirst Du mit mehr Sicherheit in den nächsten Wettkampf gehen.

Zusammenfassung

Eine perfektionistische Denkweise hat Vor- und Nachteile. Benutzte die guten Seiten zu Deinem Vorteil, wie eine hohe Arbeitsmoral und Motivation, aber versuche Dinge die Dich behindern hinter Dir zu lassen. Du musst nicht immer alls zu 100% erfüllen, ein paar Prozent weniger sind oft mehr als genug. Setzte Deine Ziele nicht zu hoch, sei realistisch, dann bist Du seltener enttäuscht und bleibst selbstbewusster. Du bist ein Mensch, Du wirst Fehler machen und geniesse Herausforderungen denen Du dich stellst im Hier und Jetzt.

#believe #challenge #change #performingperfect #followmypassion

Internationaler Aachener Winterlauf – Ein Wintermärchen

Wer einen besonderen Winterlauf sucht, findet ihn in Aachen. Der Lauf ist diesjährig zum 55. Mal von der ATG ausgetragen worden und hat damit eine gewisse Tradition. Initiator und über Jahrzehnte Organisator dieses Laufes war der 2009 verstorbene Klaus Wintgens, dem zu Ehren der Klaus Wintgens-Gedächtnispreis seit 2010 verliehen wird.  Anfangs suchten sich die Läufer noch selber ihren Weg vom Vereinsheim im Vichtbachtal bis zum Chorusberg. Mit immer mehr Läufern die sich Anfang Dezember zusammen fanden wurde eine offizielle Strecke ausgeschildert. Neben der großen Anzahl an Breitensportlern, sind aber auch viele deutsche und ausländische Spitzenathleten beim Winterlauf in Aachen an den Start gegangen, was ein Blick auf die Siegerliste zeigt: http://www.atg-aachen.de/content/winterlauf-sieger

Die Strecke des Winterlaufs führt vom Start im Vichtbachtal, wo die Aachener Turngemeinde früher ein Jugendheim betrieb, zum vereinseigenen Sportplatz Am Chorusberg. Der Start ist für alle Klassen gemeinsam auf der Straße zwischen Zweifall und Mulartshütte. Es ist eine gut profilierte und auch windanfällige Strecke, die über Strassen, Waldwege, Feldwege und kleinere Pfade führt.

Die diesjährige Auflage des Winterlaufs war einer der anspruchsvolleren, denn pünktlich zum Winterlaufwochenende kündigte sich Schneefall an. Aber was soll man auch anderes zu einem Winterlauf erwarten? Es war jedenfalls ein sehr spannendes Rennen, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen.

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Also, nun zu meinem Rennen: Ich habe meine Anmeldung so lange wie möglich hinaus gezögert und wollte spontan entscheiden ob ich mich fit genug fühle. Am Ende kam mir aber Günter Driessen, der Veranstalter, zuvor und so stand ich am Ende auch in der Meldeliste. Neben Vorfreude spürte ich auch etwas Nervösität, wusste ich doch nicht in welcher Form ich wirklich war. Ich war zwar regelmäßig Laufen, jedoch hatte ich noch nicht wirklich Lust auf „richtiges“ Training. Die Intervalle standen zwar im Plan, doch gelaufen bin ich sie nicht. Das habe ich mir mal gegönnt, Laufen nach Lust und Laune. Mit der offiziellen Anmeldung wollte ich dann aber doch mal antasten wie es so in etwas um meine Form stand und so bin ich immerhin drei 1000er Intervalle und zwei Tempoläufe von 7 bzw. 10 km gelaufen. Fühlte sich ganz gut an und war auch nicht langsam. Üblicher Weise ist mein Plan am Anfang zügig anzugehen und den ersten Anstieg so ziemlich am Anstieg hoch zu laufen. Gesagt getan, solang es flach war fühlte sich das noch okay an, sobald es in den Anstieg ging, merkte ich dann aber doch dass mein Körper gerade nicht wirklich daran gewohnt ist Laktat zu bilden und so wurde aus Position eins bei den Frauen ganz schnell Nummer drei und wenig später Nummer fünf. Ruhig bleiben dachte ich mir, noch sind 11km zu Laufen. Es schneite ununterbrochen, teilweise war die Sicht sehr schlecht weil der Schnee in die Augen wehte, zudem war es sehr windig. Das hieß es würde durch das Brander Feld schwer werden. Meine Geduld fing an sich ab dort auszuzahlen und ich lief langsam aber sicher wieder nach vorne und als es in den Wald ging, übernahm ich zusammen mit Kira, der späteren Siegerin, die Führung. Wir wechselten uns immer wieder ab oder liefen Schulter an Schulter. Ich blieb in meinem Wohlfühltempo. An den letzten Anstiegen merkte ich, dass ich genauso gut hoch kam, anders noch als zu Beginn des Laufes, das spornte mich an. Auf einem kleinen Waldweg, ca. 2 km vor dem Ziel versuchte Kira die  Lücke zu reißen, ich konnte aber gut mitgehen und setzte kurz darauf die Gegenattacke. Puh, irgendwie fühlt es sich ja doch ganz gut an mal wieder an die Grenzen zu gehen 🙂 Auf dem letzten Kilometer schaffte ich eine kleine Lücke zu reißen, wie groß weiß ich nicht, ich wusste nur, ich muss einfach weiter laufen. Etwa 50 m vor dem Ziel kommt eine scharfe Linkskurve, trotzdem ich dieser bewusst war, und auch der Witterungs- und Strassenverhältnisse rutschte ich aus. Ich wusste ich muss das Tempo hochhalten, da es gerade nicht besonders gut um meine Antritts- und Sprintfähigkeiten bestellt ist und Kira zudem eine schnelle Mittelstrecklerin ist. Alles riskiert und dumm gelaufen, nach dem Ausrutscher setzte Kira zum Schlusssprint an und konnte am Ende im Ziel mit einer Sekunde Vorsprung jubeln. Doch auch habe mich riesig gefreut, nach einem kurzen Augenblick der Ernüchterung, wie das halt so ist, denn endlich war ich mal wieder vom Start bis Ziel beim Winterlauf dabei. Zudem war es eine für die Verhältnisse ganz ordentliche Zeit neben dem zweiten Platz konnte ich mich noch über den Printenmann freuen, den ich als schnellste Aachenerin in Empfang nehmen durfte (wenn auch erst mit ein paar Tagen Verspätung, da ich obwohl warm eingepackt nach dem Lauf mich vor lauter Zittern kaum noch auf den Beinen halten konnte). Vielen liebe Dank für eine wie immer super tolle Organisation an alle Helfer! Wahrscheinlich litten all die fleissigen Helferlein bei dem Wetter mehr als wir Läufer.

 

Quelle: http://www.atg-aachen.de/winterlauf

Rennbericht Hawaii 2017

“If you can’t fly then run, if you can’t run then walk, if you can’t walk then crawl, but whatever you do you have to keep moving forward.”
Martin Luther King Jr.

 

Es ist schwer die richtigen Worte oder überhaupt Worte dafür zu finden was ich gerade fühle. Hin- und hergerissen von den Gefühlen, zwischen Stolz, Enttäuschung, Freude und  Schmerz. Was ich in der Zeit hier auf Hawaii erlebt habe fasst gefühlsmäßig das ganze Jahr zusammen. Hochs und Tiefs. Ich habe gesagt dass mien Ziel das Podium auf Hawaii ist und ich habe nicht eine Sekunde daran gezweifelt. Zufrieden wäre ich wenn ich am Ende alles gegeben hätte. Das ist in gewisser Weise so gewesen, allerdings anders als ich mir das vorgestellt habe. Und ich muss zugeben dass ich enttäuscht bin, denn ich kann das besser, besser als das was ich an dem einen Tag der zählte gezeigt habe, aber nur dieser eine Tag zählte. Und doch bin ich glücklich und erleichtert, denn ich habe während des Rennens von meinen A-, B- und C-Zielen Abstand genommen und bin dem Wetter und meinem Körper gerecht geworden.

Und irgendwie stelle ich mir die Frage (auch wenn ich weiss dass es nicht hilft), war es das alles wert? Die ganzen Entbehrungen, die wir in diesem Jahr auf uns genommen haben? JA, und da zögere ich nicht eine Sekunde. Wir (ich und alle die mich unterstützt haben) wissen, dass ich alles mögliche getan habe um mich auf dieses eine Rennen vorzubereiten und mich dabei unterstützt und an mich geglaubt haben. Und auch mit all den Rückschlägen dieses Jahr, einem immer wieder unterbrochen Aufbau, habe ich das Zeil nie aus den Augen verloren. Darauf werde ich in ein paar Jahren hoffentlich noch mit Stolz zurückblicken können. An manchen Tagen läuft es wie von selber, an anderen überhaut nicht, doch auch mit denen müssen wir umgehen und dieses helfen einem über sich hinaus zu wachsen. Aber wenn man etwas nicht versucht, dann wird man nie wissen was wäre wenn, also scheitere ich lieber bei dem Versuch als mich ständig zu fragen, „Was wäre wenn“.

Wie das aus dem bisherigem Jahr kann ich auch der Zeit auf Hawaii viel positives abgewinnen. Am Anfang hatte ich nicht gerade Glück und einen platten nach dem anderen, was mich zunächst auch etwas nervös gemacht hat, aber am Ende hat es mir dabei geholfen es alles entspannter zu sehen, ich war vorbereitet so gut ich konnte, und bin mental ausgeglichen und stark in den das Rennen gegangen. Die letzten Wochen Vorbereitung liefen top, auch die Eingewöhnung auf Hawaii hätte nicht besser sein können. Jede Einheit wurde abgeliefert und es gab auch keine größeren Wehwehchen, die mich im Verlauf der Saison mehr als nur ein paar Tage Training gekostet haben. Ich wusste es kommt einer der längsten und anstrengendsten Tage meiner Traithlon-Kariiere auf mich zu, doch ich war vorbereitet, körperlich und mental. Bevor der Kanonenschuss am Morgen fiel fühlte ich eine interessante Mischung aus ein wenig nervöser Anspannung und Entspanntheit.

Obwohl es leistungsmäßig eines meiner schlechtesten Rennen war, ich weiss dass ich nicht fitter hätte sein können an dem Tag. Und warum ich dann nicht schneller war? Irgendwie ist das auch für mich schwer zu greifen.

Mit dem Schwimmen fing das Rennen für mich ganz gut an, und ich konnte meine bisherigen Zeiten unterbieten, auch wenn ich mein Ziel, meine Zeit vom H’oala Schwimmen von einer Woche zuvor zu unterbieten verpasst habe. Für die zweite Disziplin, das Radfahren war der Plan die ersten 10 km etwas mehr Leistung zu treten, möglichst bei einer Gruppe zu bleiben und dann zu meinem Ironman-Pace zu finden. Alles lief perfekt, ich fühlte mich super. Mit einer kleinen Gruppe nahmen wir dann den ersten Teil der Radstrecke in Angriff und machten Zeit und Plätze nach vorne gut. Beim Anteil nach Hawi musste ich dann die Gruppe ziehen lassen, es hätte sonst bedeutet über meinen Verhältnissen zu fahren und aus Erfahrung wussten wir, das gerade auf diesem Abschnitt auch schon mal das Rennen verloren wird. Doch nur wenige Augenblicke später war das tolle Gefühl vorbei und da war es wieder dieses seltsame Gefühl am ISG und in der Gesäßmuskulatur, was mich davon abhielt weiter meine Werte zu fahren. Doch es war ja nicht mehr weit bis zum Wendepunkt und von da an ging es erst mal bergab und man konnte hohe Frequenzen treten, wodurch ich hoffte, sich bei mir wieder alles lockern würde. Was die Verpflegung betrifft lief alles optimal und energetisch ging es mir gut. Als es wieder zurück auf den Queen K ging konnte ich ich wieder meine Werte nicht treten, ein runder Tritt war nicht mehr möglich. Ich musste akzeptieren, dass ich meine angestrebten und schon oft über die Distanz getretenen Wattwerte nicht mehr halten konnte.

Alles in allem war das Radfahren also eine Katastrophe, so hatte ich mir das wahrlich nicht vorgestellt. Hätte ich etwas andes machen können oder sollen? Wir haben viel gegrübelt, Daten analysiert aber wüssten nicht was. Überraschender Weise hatte ich bei mLaufen anfangs keinerlei Probleme. So kannte ich das von einigen Trainings und die Motivation und der Glaube waren daher da hier noch ein paar Plätze gut zu machen. Klar war es ein bisschen heiß 😉 aber ich habe mich gut kühlen können an jeder Verpflegungsstation und auch gut Trinken und Kalorien zu mir nehmen können. Schnell habe ich meinen Rhythmus gefunden. Ich könnte es also noch vor in die TOP-10 schaffen. Trotz der Hitze bin ich recht kühl geblieben und habe zwar an den Anstiegen, insbesondere Palani gearbeitet, aber es nicht übertrieben um die Herzfrequnz nicht zu hoch steigen zu lassen (Praktisch die Herzfrequenzmessung am Handgelenk!). Doch wie aus dem Nichts meldete sich mein ISG und meine Gesäßmuskulatur oben auf dem Highway zurück. Die Anstiege, sonst meine Stärken sind in diesem Jahr meine Schwachstelle und Schwäche. Das habe ich versucht zu verdrängen, denn in den letzten Wochen war ich meiner Alen Form wieder nach, doch die extremen Bedingungen forderten wohl ihren Tribut. noch 26 km vor mir bis zum Ziel habe  ich gekämpft, gekämpft locker zu bleiben, immer wieder habe ich gut in meinen Rhythmus zurück gefunden. Das ging bergab deutlich besser als bergauf. Bald kam das Energy Lab, 4 km dort und dann zurück zum Ziel. Ich erinnerte mich an meine letzten langen Läufe, wie ich dort am Ende das Tempo anziehen konnte motivierte mich, dass das auch jetzt möglich sei. Mein Ziel, das Podium war in unerreichbarer Ferne, aber wer weiss was noch möglich war, wer es zuvor übertrieben hatte und wem am Ende die Körner ausgingen? Als es aus dem Energy Lab zurück auf den Highway ging fühlte ich mich erstaunlich frisch und es lief locker. Das blieb aber nur für einen Augenblick. Schon bald darauf wurden die Schmerzen unerträglich, nun war es also nicht ich diejenige welche Plätze gut machten sondern ich wurde eingesammelt. Es gab viele aufmunternde Worte von meinen Konkurrentinnen, jeder kämpft und hat trotzdem noch die Kraft und Muße andere zu unterstützen. Auch wenn ich verlor, aufgeben wollte ich nicht. Ich ließ einen Schweizer auf und zusammen laufend konnten wir eine zeitlang unsere Qualen vergessen. Chris war auch die ganze Zeit an meiner Seite. Auf dem Rennrad fuhr er ein paar Meter, wartete, motivierte mich, fahr wieder vor. Nach einer gefühlten Ewigkeit errichten wir wieder Palani und ich glaubte meinen Augen kaum, aber ich kam einer Konkurrentin näher. Was dann geschah kann ich wie so vieles an dem tag, selber auch nicht verstehen, aber ich habe noch einmal alles verbliebenen Energiereserven mobilisiert und alles ausgeblendet und konnte nochmal rennen. Bei meinem Sturm Palani bergab und Richtung Ziel habe ich noch zwei weitere Konkurrentinnen eingesammelt und habe überglücklich die Ziellinie gequert. Ja, ich habe tatsächlich gejubelt. Ich habe nicht gewonnen, aber in gewisser Weise schon. Noch nie zuvor habe ich so viel für ein Finish gegeben, noch nie habe ich mich so überwunden. ich war so weit von meinen Ziel und meinem Leistungsvermögen entfernt aber ich habe nicht aufgegeben. An dem Tag hat mein Körper nicht das mitgebracht was eine herausragende Performance gebraucht hätte, aber mein Kopf war stark, bärenstark.

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Vielen, vielen Dank an alle für ihre Unterstützung! Familie, Freunde, Sponsoren und einfach alle denen ich begegnet bin und an der Strecke.

Ich komme zurück!

#followmypassion #performingperfect #believe

Race Report Hawaii 2017

“If you can’t fly then run, if you can’t run then walk, if you can’t walk then crawl, but whatever you do you have to keep moving forward.”
Martin Luther King Jr.

 

It’s hard to find some words for what I feel now. I am kind of feeling being between the chairs, juggling my emotions, being  totally overwhelmed.  What I’ve felt on Big Island summarizes it up pretty much what I’ve been through the entire year. It was the worst and the best of times. I’d always said I aim for the podium because this was just what I was feeling I was ready for, but I’d be happy whatever the outcome was if I did myself justice. Well, that didn’t happen, but part of it did. I have to admit I am disappointed. I can do far better than what I’ve put together on that day, on the one and only day that did really count for me, the day that really mattered. But guess, I am happy and relieved as well because I was able to let my A- and B- and C-goals just go when I had to do justice to the weather and my body. The former wasn’t that hard, the latter even more.

Not only me but my family and friends and my great medical team had made sacrifices and although it doesn’t help I now look at all the time and effort I spent all year long in the run up to the race and wonder if it was it all worth it? ‚YES‘ is what I say immediately and don’t even hesitate for a second. I (and I doesn’t mean just me but all the people who      have been on my side, supporting me, being there for me or even just let me do what I wanted to do) know everything I could do to prepare for this race I’ve done and still believing in me, despite all the odds, will make me proud to think about, at least I hope, in years to come. Sometimes you get good days, sometimes you get bad days, some get more good days and some have to work harder to get a good day, but dealing with the bad ones is part of it and I believe, makes you even stronger. Just if you don’t try you won’t know, so I’d rather fail than wonder ‚what if‘.

As I got lots of positives from 2017 I got lots of positives from the trip and the race. Having had a mechanical and more than a couple of punctures, which really made me a bit nervous in the beginning, helped me to relax again and find the right balance for my mental state going into the race. Each and every session, no matter swimming, cycling or running, went smooth and even the harder ones I did hit on every second and each Watt.  Happy, not having any issues which had to make me take some extra rest days, well plenty of rest days and periods this year. Come on race day I did believe in myself still being aware of having one of the hardest days in triathlon-life ahead of me. Before the canon went off I remember having a nice mixture of excitement and coolness.

Despite having a crappy race I know I have been on peak. Why I didn’t put it together? Well, thats‘ hard to tell.

My swim was one of the best I ever had in Kona, still missing my goal to beat my time of the H’oala Swim from one week before. The plan was to go out the first 10k a bit harder on the bike and then to settle the pace but trying not to get dropped by a group if I am in one. So that did work well. I concentrated to drink and eat consistently and stay with my Watts. I didn’t want to push too hard too early, so I had to let some girls go on the way up to Hawi, they were really pushing hard. Still feeling strong and fit I did believe I would benefit thereof on my way back to Kona. Then it did hit me hard in my back. But soon I was at the turnaround and did hope to get rid of the strange feeling in my sacroiliac joint and gluteus which I knew very well from some months ago. Being back on the Queen K it did hit me hard again.  I even wasn’t able anymore to hold my pace together, trying hard I felt the weakness in my right sacroiliac joint which from then on bar me from pushing my Watts any longer.  I had to ride more conservative because it did just hurt too much.

So I messed up the bike massively but even I’ve wondered what I should have done different, I can’t tell you. The run did start surprisingly good. Still feeling a bit hot and being anxious about my gluteus I did start conservative but managed to find my rhythm and a nice pace soon. I used every aid station to drink and get some ice to cool myself down. And there I was again, back in the game, not feeling my sacroiliac joint anymore. I knew that being patient and putting a solid run together could still bring me at least a TOP 10 finish. I took Palani easy because from this point it is still 26km to go and I was feeling great. Just to get hit by the pain in my sacroiliac joint again on my way on the highway. Still trying to hold my body together, it was a force and back in finding my stride. Soon the Energy Lab was to come and it was just another 4 km down there and then just running home. Remembering some of my long runs, with a 10k of picking the pace up in the end, motivated me to keep pushing. I knew the podium was almost unreachable but you never know who did risk too much on the bike or in the beginning of the run, so you better keep going until you cross the finish line. And running out of the Energy Lab I really felt the boost and felt a nice stride coming back, but only for seconds, then I felt like I would collapse by pain. So it wasn’t me passing my competitors but others passing me, still giving me words of encouragements for which I was really thankful. I met a guy from Switzerland and I was able to motivate him to stay with me, which motivated myself as well to just keep going. I mean, Chris was there as well, he tried to stay with me as often as he could, which did help a lot as well. I just really wanted to finish, no matter what, so I had to dig really deep. Approaching Palani I saw one of my competitors again, I was gaining on her. That made me push myself even harder and even if I wasn’t going TOP 10 I kept pushing for every second out there, knowing I would regret, if I didn’t. So I passed another two fellow pro women. And then I was passing the finish line as if I had won. Well, I did win, I did win over my inner self, I’ve never lost so much, being that far away from my goal and what I know I am capable of but I NEVER GAVE UP and that is what has given me the smile and joy on that finish line until I collapsed into the arms of two volunteers.

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Thanks for the great support! Family, friends, sponsors and just everyone out there!

I’ll be back!

#followmypassion #performingperfect #believe