It’s unbelivable… – Gedanken nach dem Wettkampf

Das habe ich mir gedacht als wir am Flughafen in Port Elizabeth gesessen haben und auf unseren Rückflug gewartet haben. Ganz schön unglaublich, ich habe meine Gedanken zurück schweifen lassen und festgestellt, dass ich vor 2 Jahren noch nicht einen einzigen Triathlon gemacht habe. Ins Training der 3in1 Disziplin war ich seit dem Winter 2012 eingestiegen um mich auf meine erste, und damals dachte ich einzige, Langdistanz vorzubereiten. Dann kam es anders als gedacht. Nur durch Zufall war dann nicht Roth mein erster Triathlon, sondern der MHA Triathlonn in Aachen-Brand wo jährlich die Vereinsmeisterschaft meines Vereins ausgetragen wird – und ich bin mit den anderen Mädels in der NRW-Liga gestartet.

Das Training für die langen Strecken und die Langdistanz selber haben mir so viel Freude bereitet, dass ich mich sehr schnell entschlossen habe auch im folgenden Jahr wieder auf einer Langdistanz zu starten, Frankfurt war mein Ziel und damit auch die Hawaii-Qauli. Ich hatte zwar früher schon viel über Hawaii gehört, habe aber den ganzen Hype darum nicht nachvollziehen können. Erst seitdem ich letztes Jahr dort war weiss ich, dass Hawaii und insbesondere diese 1 Woche im Jahr in Kona, etwas ganz besonderes ist.

 

Nachdem also die Wettkämpfe in 2013 ganz erfolgreich verlaufen sind habe ich viel hin und her überlegt und schlussendlich habe ich mich durchgerungen für die folgende Saison als Profi zu melden. Zunächst sollte sonst erst einmal alles beim alten bleiben. Ich starte also vorerst „nur“ in einer anderen Wertungsklasse und  arbeite weiter als Kinderärztin im Klinikum Aachen auf der Intensivstation im Schichtdienst, mache also regelmäßig, momentan alle 4 Wochen 1 Woche Nachtdienst (7 Nächte). Gut, ich bekomme daür dann auch eine Woche frei, aber von der Nachtarbeit mit 80 Stunden/Woche muss sich der Körper auch erst einmal erholen (das musste ich mir erst mal eingestehen). Und, da ich dann tagsüber schlafe bleibt nicht viel Zeit zum Trainieren, leider. Vor allem an den Wochenenden, wenn ich 13 Stunden am Tag arbeite… Dazu kommt dann auch noch das schlechte Gewissen, wenn man weiß, dass alle anderen bei schönem Wetter den lieben langen Tag lang trainieren können während man selber den Tag verschläft 😉 Zum einen habe ich den Anspruch bestmöglich zu trainieren und mich auf den nächsten Wettkampf optimal vorzubereiten, zum anderen muss ich aber aufpassen, dass ich genügend Schlaf und genügend Regeneration bekomme. Das ist in so einer Nachtdienstwoche gar nicht so einfach. Ich versuche in dieser Woche mehr auf Qualität statt auf Quantität zu setzten, aber einfach ist das nccit, denn ich habe irgendwen in meinem Kopf der mir sagt, dass ich mehr trainieren muss. Auch wenn ich meine Arbeit auf der Frühgeborenenintensivstation sehr mag, hoffe ich dennoch, dass ich mich bald mehr dem Sport widmen kann!

Auch wenn es dieses Jahr nur für 9 Tage Trainingslager gereicht hat, so denke ich, dass das Training bisher gut angeschlagen hat, was die bisherigen Ergebnisse auch zeigen. Und ich hoffe, dass ich das jauch n meinen nächsten Wettkämpfen bestätigen kann.

Ironman South Africa 2014

Nun ist der erste Wettkampf in 2014 schon eine Woche her! Das war ein guter Start in die neue Saison. Vorher war ich mir nicht sicher, ob das der richtige Wettkampf ist, aber es war die die richtige Entscheidung! Für alle die sich fragen wie es denn nun eigentlich war, hier ein Bericht aus meiner Sicht:

Wir sind um drei Uhr früh aufgestanden und hatten noch relativ viel Zeit bis wir los mussten um den ersten Shuttle zum Start zu bekommen. Leider kam der Shuttle dann nicht. Doch glücklicher Weise sind die Leite vom Virgin active Health Club auch zur Strecke Richtung Start gefahren und konnten uns 8 Athlethen in ihren Autos mitnehmen. so waren wir noch rechtzeitig zum Öffnen der Wechselzone da. Das Rad war schnell gecheckt, so blieb noch viel Zeit zum Warmmachen und es kam kein Stress auf.
Dann ging es auch schon los. An meinem Landstart muss ich wohl noch feilen, da habe ich schon die ersten wichtigen Meter verloren, so dass ich von Anfang nicht die richtige Gruppe erwischt habe. Die in der ich drin war, war dann mit der Zeit zu langsam und ich habe noch versucht auf die Gruppe vor mir aufzuschwimmen, was allerdings nicht geklappt hat. So bin ich den weit größten Teil alleine im Meer unterwegs gewesen.

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Auf dem Rad ging es dann so weiter. Ich wusste nicht genau als wievielte ich aus dem Wasser gekommen bin. Nach etwa 30 km habe ich die erste Frau überholt und es hat relativ lange gedauert bis ich dann noch eine zweite und dritte überholen konnte. Die anderen vor mir waren einfach zu stark für mich an dem Tag. Insgesamt haben es aber nur 4 Männer an mir vorbei geschafft Die erste Runde auf dem Rad war noch relativ entspannt, wobei man auch hier schon auf dem zweiten Teil gemerkt hat, dass der Wind gedreht hat. Aus dem Nordost Wind ist ein Ostwind geworden, das hieß Gegenwind auf dem ganzen Stück entlang der Küste. Obwohl ich hier deutlich mehr Leistung auf dem powermeter stehen hatte als im Training war ich hier 20 km/h langsamer unterwegs! Wider erwarten war also nicht der bergige Teil der Strecke sonder der Flache der langsame Part. So ein einsames Rennen bin ich im Ironman noch nie gefahren. 180 einsame Kilometer bis auf meine Überholmanöver und die beiden der 4 Agegrouper, die jeweils im Pärchen unterwegs waren. Der beasterly easterly hätte uns aber auch noch ganz anders erwischen können.

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In T2 wusste ich dann, dass ich als 5. auf die Laufstrecke bin, soweit also alles im Plan. Kurz hinter mir sah ich Jessie Donovan, die stark gelaufen ist und an der ich mich leider nicht festbeißen konnte. So einfach wie gedacht war die Laufstrecke dann auch nicht. Immerhin ein wenig hügelig und auch hier relativ viele Teilstück mit Gegenwind. Immerhin der beste Marathon im IM seit langem, wenn ich auch mal wieder knapp über der 3:30er Marke geblieben bin. Natürlich wäre ich gerne schneller gelaufen, aber ich bin zufrieden! Die anderen Mädels vorne haben gezeigt, dass man auch mit dem Wind schneller laufen konnte, bei mir war aber einfach nicht mehr drin.

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Mein Ziel war es Top 5 zu finishen (und meine erste Pressekonferenz und Siegerehrung als Pro zu erleben!) und das habe ich geschafft.

 

Vielen Dank an Radsport Ganser, Sailfish und STAPS und alle die zu Hause die Daumen gedrückt haben!

 

Now it’s a week since my first race in 2014, IMSA was a great experience! Before I did not know if it was the right decision to choose this race, but now I can say it was!
Well, I think I have to practice the swim start, but overall I am ok with my swim performance of the day. I did not know in which place I left the water so I forced myself to push it on the bike. I passed three girl and got passed by 4 boys, bit that it was, otherwise it was a very lonely race on the bike. It was the toughest part of the race because we had east wind on raceway. The SA call it the beastly easterly and if you raced this day you know why Still I did not know in which place I was until T2 when they called me the fifth women on the run. So happy! I tried to get into my rhythm, which didi not work at all, but I had a marathon I could be happy with. Never left a deficit of energy or loss of strength, just did not find into it.
But I finished 5th and that was my goal, so I am more than happy with this first race in 2014!

 

Thanks to Radsport Ganser, Sailfish and STAPS and to all my friends and family!