Ironman Frankfurt – European Championship 2014

In 2014 hatten wir, wie schon 2013, alles auf Frankfurt ausgerichtet. In der Vorbereitung habe ich allerdings nicht nur eine, sondern 3 Halbdistanzen gemacht und war im April schon beim IM Südarfika am Start. Jedesmal ein 5. Platz 🙂 Ein sehr guter Einstieg in die Saison, die ich mir von den Umständen her anders vorgestellt hatte. Aber so ist das nun halt manchmal, und dann muss man die Dinge nehmen wie sie kommen. Allerdings bin ich darin manchmal nicht sehr gut 😉

Anders als gehofft (und geplant) habe ich weiterhin meine volle Stelle auf der Kinderintensivstation und habe mir recht viel Stress und Druck gemacht, dass ich sowohl dort als auch im Sport Top-Leistung bringe. Wie ich das Trainingspensum manchmal geschafft habe weiss ich gar nicht, aber irgendwie habe ich auch in eine 42-Stunden-Woche noch bis zu 25 Stunden Training untergebracht, klar dass die Erholung da zu kurz kommt. Und manchmal habe ich mich auch nahe dem burnout gefühlt.

Nichtsdestotrotz habe ich mich Richtung Frankfurt immer fitter gefühlt und ich habe mich sehr auf den Wettkampf gefreut. Das Tapering war natürlich mal wieder sehr zermürbend, aber auch da muss man durch 😉 – und für mich gerade sehr willkommen, so eine kleine Auszeit von Allem.

In der Nacht vor dem Wettkampf habe ich gut geschlafen. Der Wecker hat dann um 3.00 Uhr geklingelt und es gab das übliche zum Frühstück, Weissbrot mit Honig. Pünktlich zum Öffnen der Wechselzone sind wir dort eingetroffen. Das Rad war schnell gecheckt und die Flaschen angebracht. Es blieb noch genügend Zeit für den ein oder anderen Gang zur Toilette und um mich aufzuwärmen. Ich war zwar etwas nevös, aber die Anspannung vom Vortag war weg.

Als dann endlich der Startschuss fiel war ich froh losschwimmen zu dürfen. Mit meiner Schwimmzeit bzw. dem Rückstand auf die Spitze war ich zufrieden. Jetzt stand der Teil der Tages bevor auf den ich mich am meisten gefreut habe. Ich fühle mich einfach super wohl auf dem Rad! Und so ging es auch die ersten Kilometer locker los. Auch die Laufräder von #ProfileDesign machen richtig Spaß. Ärgerlich war nur, dass sich einige Agegrouper, die ich überholt habe, an mein Hinterrad geheftet haben. Manche kommen einfach nicht damit klar, wenn mal ’ne Frau schneller ist. Es war vom Kopf her so anstrengend und ehrlich gesagt war ich froh, als ich endlich alleine war, nur leider aus einem Grund, den ich gerne vermieden hätte – wahrscheinlich ist mit der Ernährung etwas schief gelaufen und ich konnte ab km 130 nicht mehr meine Werte treten. So wirklich weiss ich noch nicht was los war. Bis dahin lief alles super und ich war genau in meinem Wohlfühlbereich. Um so schlimmer wurde es dann als Gruppen von Agegroupern, meine Konkurentinnen im Schlepptau, an mir vorbei zogen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich gar nicht wie ich noch laufen sollte…

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Foto: Oliver Schmidt

Raus aus T2 lief es dann erst mal gut. Auch wenn ich versucht habe nach vorne zu gucken, ich hatte auf dem letzten Radstück einige Plätze verloren und das machte mir doch zu denken – und leider habe ich mich wohl wie schon so oft in den Gedanken verloren und mich nicht auf das „jetzt und hier“ konzentriert. Zu viel habe ich übers Radfahren gegrübelt und mich zu wenig aufs Laufen konzentriert und schon ist der nächste Fehler passiert, ich habe weider zu wenig gegessen. Dafür habe ich dann die Rechnung bei km 32 bekommen :-(Leider habe ich die Symptome vollkommen falsch gedeutet und anstatt mehr zu essen nur mehr getrunken und Salz zugeführt…). Den Fehler werde ich bestimmt nicht noch einmal machen. So ist aus einem möglichen Top-8 Platz „nur“ ein 12. Platz geworden. Immerhin am Ende noch ein paar Minuten schneller als letztes Jahr und die Leistung vom Vorjahr bestätigt.

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Foto: Oliver Schmidt

Natürlich war ich mit einem anderen Ziel nach Frankfurt gereist, aber ich habe Fehler gemacht. Um es positiv zu sehen, Fehler sind dazu da um daraus zu Lernen! Gute Rennen machen Spaß und an den schlechten wächst man – toller Spruch 😉

Wie die weitere Planung nun aussieht weiss ich noch nicht genau, und auch wenn mir nicht danach ist, jetzt ist erst mal Pause.

Alles Liebe, bis bald, Astrid

 

Vielen Dank!!!!

– alle die an der Strecke standen und unterstützt haben und alle die am Computer mitgefiebert haben! Ihr habt echt alles gegeben und ohne euch wäre das alles nur halb so schön gewesen!

– für die vielen tollen gemeinsamen Trainingsstunden Chris, Markus und Swen!

– Björn, für so viel Geduld 😉

Meine Ausstatter und Partner:

Radsport Ganser, Sailfish, STAPS, Merdeces Benz – Niederlassung Aachen

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