Big news – Andere Umstände

Die Rennsaison ist inzwischen schon in vollem Gang und einige Rennen habe ich diese Saison schon verpasst und bei manch anderem werdet ihr mich sicherlich an der Startlinie vermissen. Doch dieses Jahr stehen keine Zahlen, Zeiten und Siege im Fokus und die geplante Rückkehr ins Triathlonmekka nach Roth muss ein Jahr länger warten. Denn dieses Jahr liegt der Fokus darauf fit und gesund zu bleiben. Ich passe ab jetzt doppelt auf, denn ich darf euch die tollen Neuigkeiten mitteilen, dass Chris und ich unser erstes Kind erwarten. Schon die Zeit bis jetzt war sehr spannend und wir sind gespannt was noch auf uns wartet. Ich kann euch verraten, nach Plan funktioniert nichts mehr. Wenn euch das neugierig macht dann schaut gerne mal öfter in nächster Zeit vorbei, ich versuche, so gut es geht, euch an meiner Erfahrung teilhaben zu lassen.

In den letzten Jahren schon haben wir uns ein Kind gewünscht, jetzt ist es endlich soweit. Manchmal muss man eben im Leben etwas ändern. Bei mir war es mein Job in der Klink. Der Stress durch den Schichtdienst war einfach zu viel für Körper und Seele. Das habe ich zwar schon während dessen ich dort noch gearbeitet habe gemerkt, aber wirklich bewusst wurde es mir erst nach meinem Wechsel in die Praxis. Ich fühlte mich wie neugeborenen! Auch das Training lässt sich viel besser planen.

Na gut, zugegebener Maßen waren die Monate davor ein kleines Auf und Ab denn durch den Wechsel an die Front der Infekte habe ich mir auch ein zwei Erkältungen mehr als sonst eingefangen, die mich dann auch im Trainingsaufbau behindert haben. Aber alles in allem lief es sehr gut. Ende 2017 hatte ich eine herausragende Laufform, die ich auch über die Pause irgendwie konservieren konnte, so lief es sich entspannt und schnell. Die Kraft auf dem Rad kam auch viel schneller zurück als gedacht und beim Schwimmen war mein Ausgangsniveau ein anderes und höheres als in den Jahren zuvor. Die letzten beiden harten Jahre machten sich wohl ausbezahlt. Und da ich meine großen Rennen nicht vor Mitte 2018 angehen würde, blieb mir noch jede Menge Zeit für einen guten Formaufbau und auch die eine oder andere nicht geplante Pause, die zwar für den Kopf schmerzlich ist, würde dem Körper sicherlich gut tun.

Die neue Lebensenergie war im März plötzlich wie weggeblasen. Ich hatte zwar gerade einen kleinen Infekt durchgemacht, aber nichts wildes und auch ein paar Tage mit der Wiederaufnahme des normalen Trainingsalltags gewartet. Doch als ich wieder die Laufschuhe schnürte, ging plötzlich gar nichts mehr. Mein normales Wohlfühltempo von 4:50min/km war Lichtjahre entfernt. Mit Mühe und Not schaffte ich mal 5:20min/km, pendelte aber eher so bei 5:40-6:00min/km herum und dabei raste mein Puls und ich keuchte als wenn ich gerade Intervalle über der Schwelle laufen würde, sobald ich auch nur versuchte „normal“ zu laufen. Ansonsten war alles wie immer, ich fühlte mich fit und liebte meinen Kaffee, von dem ich in der Woche (Fortbildungswoche in Köln) auch relativ viel getrunken habe. Also beschloss ich erst mal langsam zu machen, da ich mich ja ansonsten rundum pudelwohl fühlte. (Meinen Sportlern hätte ich sofort zu einer Untersuchung geraten!) Meistens lief ich schon morgens vor dem ersten Seminar eine Runde und dann nochmal in der Mittagspause, oft auch zusammen mit anderen aus der Fortbildungsgruppe, daher kam das langsamerer Tempo gerade passend. So kamen insgesamt 120km in der Woche zusammen. Als das schleppende Tempo sich aber die ganze Woche nicht veränderte, und ich dann freitags auf dem Weg nach Hause, obwohl ich vorher gut gegessen hatte, auch noch Heißhunger auf Süsses bekam (was für mich super untypisch ist, da ich weder Schokolade, noch Kekse oder Weingummi esse) war für mich relativ klar, bevor ich zum Arzt gehe und mir ein EKG schreiben und Blut abnehmen lasse hole ich einen Schwangerschaftstest. Und siehe da, er war positiv 🙂

So läuft es sich auch langsam deutlich glücklicher. Es war mir von nun an egal wie schnell oder langsam ich unterwegs war, sondern ich habe auf mein Gefühl, meine Atmung und meinen Puls gehört.Damit lag ich gar nicht schlecht. Auch der Ruhepuls lag im übrigen 20 Schläge höher als normal. Der Lieblingsspruch von Chris in der Zeit war: „Keiner kann es besser als die Dampflok…“. da könnt ihr euch vorstellen wie ich mich anhörte und das bei 6:00min/km. Aber solange ich laufen konnte ging es mir gut.

Die Glückswelle bekam dann relativ schnell eine Delle, denn wohl durch die vermehrte Schleimbildung aufgrund der hormonellen Umstellung plus etwas Schnupfen, hat sich bei mir eine Sinusitis (Kieferhöhlenentzündung) entwickelt. Die hat sich als sehr hartnäckig herausgestellt und ich konnte mehr als 3 volle Wochen keinerlei Sport machen. Jeder Versuch zu Joggen wurde durch einen Schmerz in der Kieferhöhle quittiert und da bin selbst ich super vernünftig und lasse es lieber bleiben, gerade wo ich zusätzliche Verantwortung trage.

Natürlich ist man noch etwas vorsichtiger wenn man weiß dass in einem ein neues Leben entsteht, aber mir war auch plötzlich überhaupt nicht nach körperlicher Bewegung. Und wer mich etwas näher kennt, der weiß wie es mir gegangen sein muss. Freiwillig pausiere ich nie. Tägliche moderate Bewegung stand trotzdem auf der Tagesordnung, denn der Hund wollte ja auch regelmäßig raus. Die Spaziergänge, übrigens anfangs sehr langsame Spaziergänge (Chris hat sich gefreut!),  waren ein ganz guter Indikator für meinen aktuellen Fitnesszustand. Und ich kann euch sagen, da war nicht viel Fitness übrig. Die Dampflok hörte man nun selbst beim Spazierengehen vor allem bergauf. Das scheint kein seltenes Phänomen zu sein und wohl eher die Ausnahme dass man zwischen er 3./4. und 10.-12.SSW Höchstleistungen vollbringen kann. Jedenfalls konnte ich mir nun überhaupt nicht mehr vorstellen jemals wieder fit zu werden und das wo ich mir doch vorgenommen hatte so lange wie möglich ganz normal weiter zu trainieren. Der Hunger war natürlich trotzdem groß und so habe ich in 4 Wochen muntere 2 kg zugenommen.

Als es mir dann endlich wieder besser ging und die Lust auf Sport zurück kam lagen also mehr als 3 Wochen ohne Laufen, 5 Wochen ohne Rad und 8 Wochen ohne Schwimmen hinter mir. Quasi eine ordentliche Off-Season. Ab nun ging es zum Glück wieder bergauf und ja, es lief sich auch wieder einfacher bergauf. Beim Laufen hab ich mich bisher am wohlsten gefühlt, Radfahren war auch okay, wobei ich Rollentraining aufgrund des weniger großen Risikos bevorzuge. Seltsamerweise hatte Schwimmen für mich die größte Hürde und irgendwie wohl zurecht. Als ich meinen Schweinehund endlich überwunden habe und wieder den Weg ins Schwimmbad gefunden habe, hatte ich das Gefühl unter zu gehen. Als Schwimmen konnte man das wahrlich nicht bezeichnen. Jeder kennt ja das Gefühl nach einer Pause wieder in Wasser zu springen, und ich hatte auch nicht erwartet dass ich gleich wieder die Form von vorher haben würde, aber es lagen Welten zwischen dem wie sich Schwimmen normaler Weise anfühlt und was ich nun fühlte. Ich kann euch sagen, das nächste Mal wieder zum Training zu fahren hat mich mindesten genauso viel Überwindung gekostet. Glücklicherweise hat sich das schon wieder mehr nach Schwimmen angefühlt, so dass ich ab der 11. SSW, wieder ein strukturiertes Training hatte. Natürlich weniger viel und weniger intensiv als vorher. 5-6 Mal in der Woche war ich 45-90min Laufen, 2-3 Mal 45-75 min Radfahren uns 1-2 Mal 1 Stunde Schwimmen. Dafür bleibt mehr Zeit für triworx-coaching.com und unsere Sportler. Das Choachen hat übrigens für mich den Vorteil trotz Wettkampfpause immer wieder Wettampffeeling zu haben 🙂

Wie es ab er 12. Woche weitergingt könnt ihr etwas zeitnaher miterleben oder im nächsten Blog über das 2. Trimester lesen.

Ich bin gespannt was ihr so für Erfahrungen macht und hoffe meine Schilderung hilft euch ein wenig. Ab jetzt gibt es häufiger mal ein Update, vor allem was sich verändert.

Eure Astrid

 

 

 

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